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Psychologische Sicherheit im Team: Die Klippe der Unsicherheit überspringen

13. Okt.
1 Min. Lesezeit

„Wenn ich ehrlich bin, neige ich oft dazu zu schweigen, anstatt Dinge in Teambesprechungen anzusprechen“. Das sagte eine Teilnehmerin in unserem Gespräch.


Sie schweige vor allem dann, wenn sie befürchte, dass das Ansprechen einen unkalkulierbaren Rattenschwanz an weiteren Gesprächen oder unangenehmen Stimmungen nach sich ziehen würde.

Wir sprachen über psychologische Sicherheit. Also darüber, sich so geben zu können, wie man ist. Dinge ansprechen zu können, ohne die Sorge, dafür beschämt, lächerlich gemacht oder kritisiert zu werden.

Aber selbst wenn wir uns im Team relativ sicher fühlen, entscheiden wir uns manchmal fürs Schweigen.

Auch dann, wenn wir innerlich wissen, dass eine Rückmeldung wichtig wäre.

Wenn wir genauer hinschauen, stellen wir oft fest: Die Botschaft wäre gar nicht so dramatisch. Und trotzdem schweigen wir.

Unser Gehirn findet das ziemlich cool, und genau das ist Teil des Problems.

Es bevorzugt kurzfristige, absehbare Konsequenzen gegenüber mittelfristigen, unsicheren. Nichts zu sagen ist kurzfristig eindeutig sicherer.

Gebe ich jemandem Feedback, muss ich über eine kleine Klippe der Unsicherheit springen, weil ich nicht weiß, wie die andere Person reagieren wird. Die Konsequenzen spürt unser Gehirn erst mittelfristig.

Ganz schön tückisch, oder?

Psychologische Sicherheit im Team zu stärken und die Tricks unseres Gehirns zu kennen, hilft dabei. Natürlich auch zu wissen, wie man kritisches Feedback klar und gleichzeitig verträglich anspricht. So lässt sich die Klippe zunehmend leichter überspringen und das Risiko eher in Kauf nehmen.



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